Oban - Tobermory: kurzentschlossen auf eine Insel

Nein, es gibt noch kein Frühstück.

Es ist am Abend zuvor. Kurzentschlossen fassen wir den Plan, für den kommenden Tag eine Fähre auf die Isle of Mull zu buchen. Die Fähre startet von Oban gegen 10, und ist kurz nach 12 auf Mull. Die Fähre zurück geht am kommenden Tag gegen 16:00. Das gibt uns 1 1/2 Tage auf dieser Insel. Ein Hotel buchen wir auch gleich.

Es gibt Frühstück, Hausmacher-Frühstück. Wir machen gleich noch die Übernachtung für den nächsten Abend klar, das erspart uns langes Suchen nach der Rückkehr von Mull.

Gegen 10 legt die Fähre pünktlich ab. Am Terminal treffen wir eine ältere Lady. Sie ist Kanadierin. "1 mal Iona sehen", sagt sie. Ihr Reiseziel ist damit klar.

Die Fähre ist eine offene Fähre, man kann außen an Deck herumlaufen. Das ist viel schöner als diese doofen geschlossenen Superschnellfähren...und man kann Fotos machen!






Wir legen auf der Isle of Mull an, und fahren Richtung Süden. Auf unserem Plan steht Duart Castle. Am Eingang werden wir standesgemäß begrüßt. Das Schloss selber ist klein, aber es gibt eine Menge zu sehen. Es regnet in Strömen. Wir trinken noch einen Kaffee im angeschlossenen Bistro.










Der Plan sagt, wir fahren nach Lochbuie. Da gibt es idyllisch gelegen das "Old Postoffice", eine Farm mit Tearoom. Aber wir glauben, wir hätten uns verfahren, und drehen um. Später merken wir, dass wir einfach noch 5 km weiter der Straße hätten folgen sollen. Wir machen uns auf den Weg Richtung Tobermory.

Wir checken im Western Isles ein. Das Hotel muss mindestens 100 Jahre alt sein, und steht auf einer Klippe direkt am Hafen. Es versprüht einen gewissen Charme. Man kann sich vorstellen, wie Herren in Frack und Zylinder die breite Treppe herunterkommen, und sich auf eine Zigarre und einen Whisky in einen der schweren Ledersessel setzen.



Wir machen einen kleinen Spaziergang hinunter in die Stadt. Die Häuschen sind hübsch, aber viel zu sehen gibt es nicht. Typische Touriläden warten auf Kundschaft. Wir machen unsere Einkäufe und gehen ins Hotel essen. Dinner mit Blick über den Hafen...das Essen ist auch gut.





Wir schnappen uns den Kamerakram und machen uns nochmal auf Achse.

Alte Schiffswracks liegen im seichten Wasser kurz vor Salen, und geben ein gutes Motiv ab.



Wir biegen rechts ab und fahren auf die andere Seite der Insel. Dort wollen wir in einem Bogen nach Norden wieder zurück nach Tobermory fahren. 1, 2 Stunden soll das dauern. Es werden 4. Man kann sich arg verschätzen über mögliche Geschwindigkeiten auf den kleinen Straßen. Dazu kommt noch, dass man alle 5 Minuten anhalten "muss", weil es irgendwas zu sehen gibt. Es zieht sich eben. Dafür wird das Wetter besser. Es reißt hier und da auf, und hört endlich auf mit regnen.






Wir kommen bei Dunkelheit im Hotel an, und gehen ins Bett.